Land und Leute... anno dazumal
Else und Paul, zwei Brückenauer Originale plaudern aus dem Nähkästchen
… über Vergangenes und fast Vergessenes, Geschichte und Geschichten aus Alt-Brückenau:
__________________________________________________________________
Vor mehr als hundert Jahren wurden sieben Brückenauer Bürger für ihre Weitsicht und ihr Durchhaltevermögen belohnt: Sie erbohrten den Siebener Sprudel und sorgten für den Bau von Kuranlagen. Der Zweite Weltkrieg jedoch hatte verheerende Auswirkungen auf den Bade- und Kurbetrieb in Brückenau. Erst Mitte der 50er Jahre bahnte sich eine zweite Blütezeit an ...
Der Siebener Sprudel war einst die große Hoffnung sieben unverzagter Brückenauer Bürger in wirtschaftlich schwierigen Zeiten: Ignaz Schäfer, Albin Schäfer, Gustav Schäfer, Josef Löhmer, Josef Feuerstein, Nikolaus Löhmer und Josef Dörflinger, allesamt verwandt oder verschwägert.
Die Gruppe schloss sich 1905 zusammen, um durch die Firma Gebhardt u. Cie Nürnberg die Erbohrung einer Mineralquelle in Angriff zu nehmen ...
Kinder spielen wie eh und je, wenn auch heute anders als früher...Sehr beliebt anno dazumal war „Fanguis“ und „Süchius“, übersetzt Fangen und Suchen, in den Nachbargärten, an der „Leimich“ – dem Lehmbach – oder an der Sinn ...
Sein leidenschaftliches Engagement als Heimathistoriker ist vielfach dokumentiert, seine Auftritte und Mundartvorträge bei Heimatabenden und anderen Veranstaltungen sind unvergessen, und bis heute hängen vieler seiner Aquarelle und Zeichnungen in Amtsstuben und Privathäusern: Oskar Kirchner gehört zweifellos zu den bedeutendsten und beliebtesten Bad Brückenauer Persönlichkeiten der jüngeren Zeit ...
Schwarze Beer, wie die Heidelbeeren bis heute von vielen älteren Brückenauern genannt werden, gab es früher in Hülle und Fülle. Und die süß-säuerlichen Vitaminbomben waren nicht selten so groß wie Fingerkuppen. Geerntet werden durften sie nicht vor dem 15. Juni, damit sie in voller Reife standen ...
Wenn sich auch mancher kaum mehr erinnert: Bad Brückenau, die Stadt an der Sinn, besuchten viele gekrönte und hochwohlgeborene Häupter. Der Ruf der kleinen Stadt mit dem königlichen Bad, das einstmals fuldisch war, drang nicht nur an den Zarenhof Russlands und nach Griechenland, sondern auch nach Mexiko und Südamerika.
Zu den kuriosesten Veranstaltungen im Kalender von Bad Brückenau gehört zweifellos der sogenannte „Opa-Lauf“, der in diesem Jahr am 3. Oktober stattfindet. Die Idee zu diesem ungewöhnlichen Wettbewerb hatte ein Mann aus Geroda: Julius Wassermann, Wachmann des Truppenübungsplatzes Wildflecken, der sich auch als 61-Jähriger noch überaus fit fühlte ...
Zwischen den beiden Weltkriegen war das Sauerbrönnskärnje mit Laetrederich dro das wichtigste Beförderungs- und Fortbewegungsmittel in Brückenau. Fast in jedem Hausflur stand ein solcher Handwagen mit Leiträdchen. Mit ihm wurde das Sauerwasser aus der Wernarzer Quelle im Boad in die Haushalte transportiert ...


















