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Arbeiten mit der Natur - Gesundheitstage der Realschule setzten Akzente
Bad Brückenau, Lkr. Bad Kissingen. "Mit der Natur arbeiten", war Botschaft von Landwirt Roman Jörg. Im Rahmen der Gesundheitstage informierten sich Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Realschule Bad Brückenau einen Vormittag lang auf dem Hof der Jörgs in Schondra über Milchwirtschaft, Bestellung von Ackerflächen, Saatgut, Düngeverfahren, Landschaftspflege,
Auflagen und Richtlinien, Art- und Umweltgerechtes Wirtschaften der konventionellen Landwirtschaft.
"Bio steht hoch im Kurs", sagte Biologielehrer Erich Peter. Und während Schüler in 65 Workshops beispielsweise Obst und Gemüse für gesunde Pausensnacks zubereiteten, Entspannungsübungen bei Yoga suchten, Vorträge über Aids- und Drogenprävention hörten, machten sich 11 Mädchen und Jungen auf den Weg, Lebensmittelherstellung auf einem Bauernhof mit konventioneller Bewirtschaftung genauer unter die Lupe zu nehmen. Im Herbst 2008 hatte das Kultusministerium als Ersatz für einen Ferientag, einen bayernweiten Gesundheitstag an einem Samstag erlasssen. Dies stieß auf breite Resonanz und die Schüler wünschten sich eine Fortsetzung.
Rund 90 Milchkühe stehen in der offenen, nach modernsten Standards ausgelegten Stallung der Familie Jörg. Mit Maschinen wird frisches Heu eingestreut. "Per Handarbeit ist der Tagesablauf kaum zu regeln", sagte Jörg. Überall wird Hygiene groß geschrieben. Das Fell der Milchkühe glänzt, Traktor und Kipper sind blitzsauber, im Computer- und Büroraum liegen die Unterlagen geordnet, Wände und Fußböden sind gefliest, im großflächigen Melkstand ist bis auf
das kleinste Detail alles hygienisch sauber. Da machte die Frühstückspause im Stall zwischen Strohballen den Jugendlichen sichtlich Spaß.
"Art- und Umweltgerechtes Wirtschaften", machte Kreisbäuerin Rita Jörg auf zahlreiche Verordnungen aufmerksam, die es in einem Betrieb zu beachten gilt. Viel Wissen, fundierte Ausbildung, Qualifikationen und ständige Weiterbildung verberge sich hinter dem Beruf des Landwirt. Um am
Markt bestehen zu können, bedarf es sorgfältiger Planungen, denn nach dem Motto:"Einmal Bauer, immer Bauer", gründen die Wurzel des Gro der Betriebe in vielen Generationen. Es gelte frühzeitig die Weichen zu stellen, Schwerpunkte zu setzten in der Art der Bewirtschaftung eines Hofes.
Gesunde Luft, gesundes Wasser, Landschaftspflege, ohne Landwirtschaft versteppen weite Flächen rasch, erklärte Roman Jörg. Heutzutage werde sorgfältig mit Spritzmitteln und Düngung
umgegangen. Moderne Gerätschaften lassen sich auf feinste Dosierungen einstellen. Ein Betrieb unterliege regelmäßigen, strengen Kontrollen. Vergleichbar mit Pflegeeinrichtungen unterliege nahezu jeder Handgriff der Dokumentationspflicht per Computer.
"Wetter und Naturgewalten können wir nicht beeinflussen", sagte der Landwirt aus Leidenschaft. Bei der Bewirtschaftung des Hofes liege es jedoch in den Händen des Bauers selbst, im Einklang mit der Natur zu arbeiten. Gründe für Roman Jörg, bei
Aufzucht und Pflege seiner Tiere auf Homöpadie zu setzen. Text/Fotos roma
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